Meine Geschichte

Geboren am 26. Juli 1991 in Chur

Schule

Ich ging bis mitte Primarschule im Schulhaus Herold in Chur zur Schule. Bereits im Kindergarten war ich ein Draufgänger. Ich habe bei einem Unfall den Kopf stark an einem Ast und am Boden aufgeschlagen. Ich traf auf den Ast der 2-3m hoch lag und prallte mit dem Hinterkopf auf den Boden. Ich sprang schon öfters von der Rutsche auf diesen Baum, jedoch wollte es dieses mal nicht funktionieren. Ich merkte, dass ich aus den Ohren blutete. Da hatte ich ein Schädelhirntrauma.

Malans

Wir zogen nach Malans und ich ging also dort zur Schule. Kurz darauf haben sich meine Eltern getrennt. Das war sehr schwierig für mich. Ich und meine Geschwister wohnten weiterhin bei der Mutter. Ich fing mit 12 Jahren an zu rauchen. Mit 13 kam das Kiffen und trinken dazu. Ich machte meiner Mutter keinen Gefallen und kam vielfach so betrunken nach Hause, das ich kaum gerade stehen konnte.

Ausbildung

Mit 16 fing ich eine Ausbildung als Elektroinstallateur an, da ich jeden Tag von Malans nach Davos pendeln musste Habe ich mir jeden Arbeitstag zwei drei Bier gegönnt. So fing meine Alkoholsucht an. Mit 18 zog ich nach Davos weil ich so die Alimenten direkt bekommen habe und es mir knapp leisten konnte. Das Trinken und der Konsum von anderen Substanzen wurde jedoch nur noch schlimmer, obwohl ich nicht mehr viel Zug fahren musste. Auf der Baustelle wurde auch viel getrunken, meistens jedoch am Abend. Für die Schule tat ich so gut wie nichts und fehlte oft. Ich habe teilweise Absenzen gefälscht und machte mir zum Beispiel einen schönen Tag mit dem Geschäftsauto im Tessin. An einem Weihnachtsessen habe ich mit Unterstiften einen Trip geschmissen. Der Geschäftsführer merkte das und hatte nicht so Freude an mir. An einem Wochenende fuhr ich wieder mal mit dem Geschäftsauto nach Malans. Ich ging mit dem Auto an eine Party ich habe viel getrunken und Extasy geschmissen. Wir fuhren während der Party weg auf einem Kiesweg versuchte ich zu driften. Anfangs ging das ganz gut bis ich die Kontrolle verloren habe und frontal gegen einen Baum knallte. Das Geschäftsauto hatte einen Totalschaden. Ich habe mir nichts getan obwohl der Airbag nicht auslöste. Wiedereinmal hatte der Geschäftsführer nicht so Freude an mir. Ich bekam jedoch schnell wieder ein anderes Auto. Ich konsumierte immer mehr während der Arbeit und baute sonst noch viel Scheisse. Da ich aber trotzdem rendierte und schon im dritten Lehrjahr eigene Baustellen und Umbauten machte, hat mich der Chef nicht raus geworfen. Die LAP habe ich gerade so bestanden so wie ich es wollte. 2 Wochen habe ich mich darauf vorbereitet.

Arbeit

Nach der Ausbildung arbeitete ich ein Jahr als Elektroinstallateur bei Rüegg in Lenzerheide. Ich war dort vor allem in Valbella tätig. Danach bekam ich eine Stelle auf dem Temporärbüro wo ich auch nicht lange war, haupsächlich wegen meiner Sucht. Nach dem Temporärbüro wollte ich etwas neues machen und entschied mich im Kloster in Ilanz im Technischen Dienst zu arbeiten. Zu dieser Zeit wohnte ich in Ruschein, was sehr abgelegen ist. Ich fühlte mich in dieser Umgebung nicht wirklich Wohl und hatte Mühe mich anzupassen. Deshalb verliess ich Ilanz wieder nach einem Jahr. Ich fand eine Stelle in Maienfeld und eine schöne Wohnung in Fläsch. Am Anfang lief es sehr gut. Nach einiger Zeit wurde mein Kollege von der Freundin aus dem Haus geworfen wie bereits von der Mutter. Ich nahm ihn bei mir auf. Seit diesem Moment ging es steil bergab. Ich habe mein Führerausweis verloren und die Wohnung wurde mir gekündigt. Wir zügelten nach Landquart in eine Wohnung. Dort ist die Sache komplett eskaliert. Zu dieser Zeit wollte ich auch einen Entzug machen um die Autoprüfung wieder zu bekommen. Dies war mein erster Versuch Abstinent zu bleiben.

2013

Wie üblich befand ich mich über Weihnachten und Neujahr wieder einmal stationär in Behandlung. Meistens war ich auf der Akutstation.

SVA

Am 29.09.2016 wurde die erste Anmeldung bei der IV gemacht. In dieser Zeit arbeitete ich für die DOCK Gruppe Graubünden.

Vefko

Am 7. August 2017 gründeten ich und Raphael den Verein Vefko(Verein für Vereinskommunikation). Ich hatte Freude mit ihm zu arbeiten und es gab mir eine neue Perspektive. Ich möchte mir gar nicht ausmalen wo ich heute wäre ohne den Verein.

Brandfall

Ende Oktober hatte ich einen Anfall ich habe ein paar Tage kaum geschlafen und mir den falschen Stoff rein gezogen. Ich machte ein Feuer auf meinem Balkon um Wohnungsinventar zu verbrennen. Es gab ein Grosseinsatz der Feuerwehr. Zuerst kam die Polizei die ich nicht hinein gelassen habe. Ich konsumierte noch meine letzte Ware. Als die Feuerwehr da war machte ich auf und Sie löschten das Feuer. Sie gingen wieder und ich blieb in meiner Wohnung. etwa 1 Stunde danach drehte ich am Rad ich hatte schlimme paranoide Angstzustände und Haluzinationen. Ich wohnte im 4.OG und wollte den Balkon runter klettern. Da ich nicht weit kam und Stürzte viel ich gut 8 bis 9 Meter in die Tiefe. Ich hatte den Laptop ne Flasche Whiskey und weiteres dabei. Die Whiskey Flasche war futsch... Ich bin im Schockzustand noch sehr weit gelofen und pennte unter einer Brücke nebst dem kotzen. Am Morgen merkte ich das mit meinem Fuss etwas nicht in Ordnung ist. Ich kämpfte mich auf die Strasse wo mich eine Pasantin auflies.

2020

Seit Silvester bin ich trocken. Ich habe mich am Dezember für einen Entzug entschieden. Ich war 2 Monate stationär in der Klinik und hatte eine harte Zeit. Der Alkohol und Benzodiazepine Entzug machte mir sichtlich zu schaffen. Nun bin ich überzeugt davon, dass ich die Abstinenz schaffe. Ein Antrag bezüglich einer Beruflichen Massnahme wurde auch bei der SVA eingereicht. Ich habe auch eine Stelle gefunden die mir Spass macht. Ich verdiene nicht viel daran, freue mich jedoch einen geregelteren Alltag zu haben.